Ausbildungszeit


Ausbildung Wer ganz bestimmte Voraussetzungen mitbringt, kann die Dauer seiner Ausbildung gegebenenfalls verkürzen lassen. Dieses als Ausbildungsverkürzung bekannte Prinzip funktioniert jedoch entgegen vieler Annahmen nicht automatisch: Ausbildungsbetrieb und der Auszubildende müssen die Verkürzung des Ausbildungsvertrages rechtzeitig und fristgerecht mit allen erforderlichen Unterlagen bei den jeweils zuständigen Stellen einreichen - beispielsweise bei der Industrie- und Handelskammer. Wer sich mit Abitur oder Fachabitur auf einen Ausbildungsplatz bewirbt, sollte deshalb bereits im Bewerbungsgespräch eine mögliche Verkürzung ansprechen. Und auch wenn es Richtwerte gibt, können diese in der Praxis durchaus abweichen: Einen Anspruch auf Ausbildungszeitverkürzung gibt es nicht; sie wird bei beiderseitigem Einvernehmen aber in der Regel gewährt. Als maximale Verkürzungszeit gelten für das Abitur beispielsweise 12 Monate, bei anderen Schulabschlüssen bis zu sechs Monate. Und auch, wer eine einschlägige andere Berufsausbildung in diesem Bereich vorweisen kann, hat eventuell die Möglichkeit einer Ausbildungszeitverkürzung. Wichtig dabei: Auch bei einer Verkürzung muss immer die Mindestausbildungszeit von je nach Berufszweig zwischen ein und zwei Jahren eingehalten werden.

Eine andere Variante der Ausbildungszeitverkürzung kann durch eine frühzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung erzielt werden. Diese kann beispielsweise beantragt werden, wenn die Berufsschulnoten gut bis sehr gut sind und der Ausbildungsbetrieb zustimmt. Allerdings bleibt in diesem Fall die eigentliche Ausbildungszeit im Betrieb bestehen; lediglich die Schulprüfungen können hierdurch früher absolviert werden.