Studiengebühren


Studiengebühren, vor einigen Jahren erstmals in Deutschland eingeführt, waren von Beginn an heftiger Kritik ausgesetzt. Die allgemein frei zugängliche und ehemals kostenlose Bildung mit einer Gebühr zu belegen, war zumindest hier ein echtes Novum - während andere Länder schon seit Jahrzehnten oftmals deutlich höhere Kosten für das Studium verlangen. Seit ihrer Einführung sind die Studiengebühren immer wieder heftigen Wechseln unterzogen worden - von der grundsätzlichen Abschaffung bis hin zur Erhöhung der rund 500 Euro pro Semester betragenden Beiträge war unter Anderem die Rede.

Und weil Bildung in Deutschland Ländersache ist, gibt es ganz unterschiedliche Regelungen - ob Studiengebühren erhoben werden, entscheidet demnach nicht die Uni oder FH, sondern das jeweilige Bundesland (Ausnahmen bestätigen die Regel: Viele Kunsthochschulen beispielsweise widersetzen sich der Regelung). Doch selbst wenn die eigene Uni bzw. FH die unliebsamen Gebühren erhebt, muss dies nicht zwingend eine finanzielle Mehrbelastung darstellen: Es gibt die Möglichkeit, die Studiengebühren in einer Art Darlehen aufzunehmen und ähnlich wie den Studienkredit später zurück zu zahlen. Infos und Anträge hierzu gibt es beispielsweise im zuständigen Studierendensekretariat.